Rennrad Touren ab Las Palmas: Routen ins Hinterland
Von der Stadtrunde zum Pico de las Nieves – Touren mit Karte und Höhenprofil
Rennrad Touren ab Las Palmas reichen von der kleinen Stadtrunde über Teror und Arucas bis zu den Pinos de Gáldar und zum Pico de las Nieves. Bergauf wird bevorzugt auf rauerem Belag im ruhigen Tempo gefahren, bergab auf den besseren Straßen. Dazu kommen Karten, Höhenprofile und Hinweise zu Gravelbike, Bremsen und Pannenschutz.
Rennrad Touren ab Las Palmas beginnen an der Küste und führen schon nach wenigen Kilometern ins Bergland. Die hier vorgestellten Routen wurden mit Blick auf schöne Landschaft und möglichst ruhige Landstraßen geplant. Vier Touren ins Hinterland stehen zur Auswahl: die Teror-Runde, der Anstieg nach Cruz de Tejeda, die Pinos de Gáldar und der Pico de las Nieves.
Wie die Routen geplant sind
Straßen mit schlechterem Belag werden bevorzugt im Aufstieg gefahren. Dort ist das Tempo niedrig, und Unebenheiten stören kaum. Für die schnelle Abfahrt sind die besseren Straßen vorgesehen, auf denen sich auch bei hohem Tempo sicher und entspannt fahren lässt. Zusätzlich fällt die Wahl bevorzugt auf Verbindungen mit wenig Verkehr.
Besonderheiten beim Rennradfahren auf Gran Canaria
- Steigungen: Die reizvollen Strecken führen ins bergige Inselzentrum, meist mit mindestens 500 Höhenmetern und teils sehr steilen Anstiegen und Abfahrten.
- Übersetzung: Bewährt hat sich eine kleine Übersetzung, etwa 50/34 vorn und 11–34 hinten. Bei Gravelbikes ist sie mit 46/30 noch kleiner.
- Bremsen: Auf langen Abfahrten wird mit beiden Bremsen gebremst, wobei die Vorderradbremse den größten Teil übernimmt. Wer nur hinten bremst, überhitzt die Hinterradbremse und riskiert Stürze bei blockierendem Hinterrad.
- Pannen: Auf der Straße liegen oft Stacheln des Tuna-Kaktus, auf Schotterwegen kommt scharfes Vulkangeröll hinzu. Ersatzschlauch, Reifenheber und Luftpumpe gehören daher ins Gepäck.
- Verkehr: Außerorts gibt es keine Radwege. Die meisten Gäste erleben die Autofahrer als rücksichtsvoll, die beim Überholen Abstand halten.
- Routenplanung: Ortskundige Tourenvorschläge sind vorzuziehen. Strava-Routen von Einheimischen sind oft Trainingsrouten, die für Gäste weniger passen. Google Maps gilt für Radrouten als wenig geeignet, spezialisierte Rad-Apps sind besser.
Gravelbike statt Endurance-Rennrad: die leichte Alternative
Neben klassischen Endurance-Rennrädern sind leichte Carbon-Gravelbikes eine sehr gute Alternative. Auf Gran Canaria treten nicht selten steile Anstiege von über 20 Prozent auf. Eine besonders kleine Übersetzung macht diese Rampen fahrbar. Die etwas größer dimensionierten Bremsen und die breiteren Reifen bieten bei rasanten Abfahrten und auf schlechten Straßenbelägen mehr Komfort und Kontrolle. Für ausgedehnte Offroad-Strecken sind auch Gravelbikes nicht gedacht. Dafür eignen sich Mountainbikes.
Am ehesten die kleine Runde zum Botanischen Garten. Sie startet in Vegueta und eignet sich, um Übersetzung, Bremsen und das eigene Tempo zu testen, bevor es in die Berge geht. Die übrigen Touren führen ins Bergland und sind anspruchsvoll.
Oft ja. Leichte Carbon-Gravelbikes haben eine kleinere Übersetzung für Anstiege über 20 Prozent, etwas größer dimensionierte Bremsen und breitere Reifen. Das bringt bei schnellen Abfahrten und schlechtem Belag mehr Komfort. Für ausgedehnte Offroad-Strecken sind Gravelbikes dagegen nicht gedacht.
Außerhalb der Orte gibt es keine Radwege. Rennradfahrer teilen sich die Straße mit dem Autoverkehr. Viele Gäste erleben die Autofahrer als rücksichtsvoll und berichten, dass sie beim Überholen Abstand halten.
Am besten mit beiden Bremsen und mit dem größeren Anteil an der Vorderradbremse. Wer nur hinten bremst, überhitzt die Hinterradbremse, riskiert ein blockierendes Hinterrad und nutzt den Reifen bis zur Textilschicht ab.
Ersatzschlauch, Reifenheber und Luftpumpe. Auf den Straßen liegen häufig Stacheln des Tuna-Kaktus, auf Schotterwegen kommt scharfes Vulkangeröll hinzu. Pannen sind daher wahrscheinlicher als in vielen anderen Regionen.
Nicht immer. Bei Schnee oder Eis können die Straßen GC-130 und GC-134 im Gipfelbereich gesperrt werden, wie im Dezember 2025. Vor einer Tour in die Höhe lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Meldungen des Cabildo de Gran Canaria.